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DRYCON

DRYCON ist ein Plattenbandförderer, der Bodenasche fördert und unter Einsatz von Umgebungsluft kühlt. Er ist so ausgeführt, dass er auch unter schwierigen Bedingungen – extreme Temperaturen und stark schwankende Bodenaschemengen – betrieben werden kann. Prallschienen unterhalb des Plattenbandes und entsprechende Dämpfungsmechanismen machen ihn zudem höchst wiederstandfähig: Selbst ein plötzliches Aufschlagen von Schlackeklumpen aus großer Höhe erlaubt er ohne bleibende Verformung. DRYCON kann zudem in bestehenden Anlagen nachgerüstet werden.

Funktionsprinzip

DRYCON verfügt über einen frequenzgeregelten Direktantrieb und zwei Rundstahlketten zum Transport der Asche. Durch den in der Brennkammer herrschenden Unterdruck wird Frischluft in den DRYCON eingesaugt.  Die Luft strömt in Gegenstromrichtung über die Asche und kühlt sie.  Beim Nachverbrennen der glühenden Asche reduziert sich nicht nur der Restkohlenstoffanteil. Es wird außerdem weitere Wärmeenergie freigesetzt, die dem Dampferzeugungsprozess wieder zugeführt wird. Die DRYCON-Technologie macht es möglich, Asche bei einer Steigung von bis zu 45° zu einem Silo zu transportieren, wodurch der Einsatz eines zweiten Förderbandes überflüssig wird.

Schieber-Brecher-Kombination

In einigen Prozessanwendungen bilden sich sehr große Ascheanbackungen, die zu einer Blockade des weiterführenden Fördersystems führen können. Damit diese das System nicht beeinträchtigen, hat Clyde Bergemann einen Absperrschieber unterhalb des Übergangstrichters entwickelt, der gleichzeitig als Backenbrecher fungiert. Die an jedem Übergangstrichterauslass befindlichen Roste mit einer Maschenweite von 250 x 250 mm halten alle großen Aschebrocken zurück. Diese werden dann von den hydraulischen Backenbrechern zerkleinert, bis sie durch den Rost fallen. Durch die Zerkleinerung der Aschebrocken werden das Kühlverhalten und die Nachverbrennung verstärkt. Zudem wird dadurch eine definierte Partikelgröße der Asche erzeugt, die für die Auslegung von z. B. nachgeschalteten Brechern von Bedeutung ist.

Die Schieber-Brecher-Kombination kann aber auch zum Abschiebern des DRYCON zum Übergangstrichter genutzt werden. In diesem Fall kann die Bodenasche bis zu 8 Stunden im Übergangstrichter gespeichert werden, ohne dass der Kessel außer Betrieb genommen werden muss.

Walzenbrecher und Hammermühlen

Um den Verkaufswert der trockenen Bodenasche zu steigern, muss sie auf die korrekte Korngröße zerkleinert und gemahlen werden. Dann kann sie zurück in den Brennraum geführt, weitergeleitet und/oder in Silos gelagert werden.  Walzenbrecher und Hammermühlen sind die gängigsten Methoden wenn es darum geht, eine gewünschte Korngröße sicherzustellen.

Walzenbrecher reduzieren die Korngrößen generell nicht unter 2 mm. Je nach eingebrachter maximaler Korngröße besteht die Möglichkeit, zwei Walzenbrecher in Reihe zur Erzielung der gewünschten Korngröße einzusetzen. Wenn noch kleinere Größen gewünscht sind, werden Hammermühlen oder eine Kombinationen aus beiden eingesetzt.

Vorteile
  • Schont die Umwelt: kein Wasserverbrauch, keine Abwasserkosten
  • Nachverbrennungseffekt senkt Kohleverbrauch und CO2-Emissionen
  • Geringerer Kohlenstoffanteil und verglaste Strukur der Asche  steigert deren Qualität und Verkaufswert
  • Geringe Lebenszykluskosten
  • Gesteigerte Kesselverfügbarkeit, da der Prozess nicht unterbrochen werden muss
  • Geringe Bauhöhe zur Minimierung der Kesselhöhe
Varianten
  • Große Vielfalt an weiterführenden Fördersystemen
  • Breite und Länge sind individuell den Kundenbedürfnissen anpassbar
  • Große Bandbreite an Brechervarianten für unterschiedliche Anforderungen
  • Hydraulische oder elektromechanische Antriebe
  • Ascherückführungssystem für die Wiedereinführung der Trockenasche in den Brennraum zur Umwandlung von Bodenasche in höherwertige Flugasche
  • Backenbrecher am Übergangstricheraustrag ermöglichen eine weitere Zerkleinerung und Isolierung zur Brennkammer
Industrieanwendungen
  • Stromerzeugung
  • Industriekessel
  • Biomassekessel
  • Müllverbrennungsanlagen