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Diagnose

Die intelligente Kesselreinigung beginnt mit der Diagnose wichtiger Prozessparameter. Verschiedene Sensoren messen kontinuierlich diese Parameter und geben Feedback zu den wichtigsten Daten zu Analyse des Wärmestroms, der Flammen- und Rauchgastemperatur, der Oberflächentemperatur und dem Gewicht der Ablagerungen im Überhitzerbereich.
Mit den Diagnoseinstrumenten von SMART Clean wird die tatsächliche Verschmutzungssituation an verschiedenen Stellen des Dampfgenerators bestimmt.

SMART Flux Sensor

Der SMART Flux Sensor wurde entwickelt, um den Wärmestrom an den Feuerraumwänden direkt zu messen.

Reinigungsprinzip
  • Direkte Messung der Wärmestromdichte an der zum Feuerraum gewandten Seite
  • Temperaturen in der Rohrwand werden durch spezielle Thermoelemente gemessen
  • Die gemessenen Werte werden dann genutzt, um die Wärmestromdichte unter Berücksichtigung individueller Materialkonstanten und Kalibrierdaten zu berechnen
  • Bestimmung der Oberflächentemperatur der Rohre – Ergebnis ist eine Bewertung der thermischen Belastung der Rohre und somit eine Schätzung der entsprechenden Lebensdauer
Merkmale
  • Die SMART Flux Sensoren werden für jede Anlage einzeln konfiguriert, gefertigt und kalibriert
  • Die SMART Flux Sensoren werden vollständig vormontiert und mit interner Verdrahtung und einbaufertig geliefert
  • Außerdem ist ein redundanter Messabschnitt in den Sensor integriert
  • Diese Messwerte gehen in das Analysezentrum SMART Furnace, wo verschiedene Softwaremodule die Daten analysieren, bewerten und interpretieren
Ihre Vorteile
  • Misst die Wärmeübertragung, erkennt Verschmutzungen im Feuerraum, gibt Feedback, welches das richtige Reinigungsgerät ist und verhindert somit unkontrollierbare Verschmutzungen und verringert Abschaltungen und Beschädigungen
  • Verbesserte Wärmeübertragungung und Prozesseffizienz
  • Geringere Erosion der Heizflächen
SMART IsoTemp

SMART IsoTemp misst die Flammen- und Rauchgastemperatur im Feuerraum kontinuierlich und berührungslos.

Reinigungsprinzip
  • Messsystem auf Grundlage eines Strahlungspyrometers
  • Pyrometer messen die Wärmestrahlung des Feuerraums
  • Die gemessene Strahlung wird in Temperatursignale umgewandelt
  • Mit mehr als fünf Pyrometern wird das Temperaturprofil des gesamten Feuerraumabschnitts erzeugt
  • Die Visualisierung wird in einem ein- oder zweidimensionalen Bild dargestellt
Merkmale
  • Kann als eindimensionales (1 bis 2 Pyrometer von SMART IsoTemp) oder
  • zweidimensionales (min. 5 Pyrometer von SMART IsoTemp) verwendet werden
  • Auf Grundlage der Messergebnisse können rechtzeitig Korrekturmaßnahmen ergriffen werden, um die Temperatur und die Verbrennung in einem optimalen Zustand zu halten und die Leistung zu stabilisieren
Ihre Vorteile
  • Kontinuierliche Diagnose der Prozessgröße Flammen- oder Rauchgastemperatur – Erkennung von Schwankungen im zeitlichen Verlauf
  • Sofortige Korrektur für die Optimierung des Verbrennungsprozesses, z. B. Steuerung der Luftzufuhr oder des Brennstoffsstroms
  • Zuverlässige Basisdaten für die SNCR-Steuerung und für die Regulierung der Feuerkraft
  • Thermische Diagnose für die Steuerung des Kesselprozesses und Überprüfung der Ergebnisse nach der Kesselreinigung – eine wichtige Grundlage für die Verringerung von Emissionen, Korrosion und Verschmutzungen
  • Nur minimaler Platzbedarf und keine flexiblen mechanischen Bauteile
  • Nur eine kleine Öffnung in der Membranwand ist notwendig
  • Geringer Luftverbrauch für Sperrluft
SMART InfraScan

SMART InfraScan ist ein Gerät zur kontaktlosen Oberflächentemperaturmessung an Verdampferwänden.

Funktionsprinzip
  • Der Infrarotsensor ist Teil einer Kamera mit einer luft- und wassergekühlten Sonde, die an der Kesselwand im Kesselhaus angebracht ist 
  • Sonde und Kamera bewegen sich mithilfe eines linearen Fahrweggeräts in den Kessel hinein
  • Die Infrarotkamera untersucht die Wand und misst die Oberflächentemperatur
  • Durch ein kugelgelagertes, drehbares Gerät wird sichergestellt, dass die Sonde die Messposition erreicht, um die Feuerraumwände untersuchen zu können
  • Nach der Messung zieht das lineare Fahrwerggerät Sonde und Kamera zurück in die Ausgangsposition außerhalb des Kessels
Merkmale
  • Die Anzahl der benötigten Infrarotsensoren hängt vom Aufbau des Feuerraums und den Sichtverhältnissen im Infrarotbereich des Rauchgases ab
  • Die Wellenlänge des Detektors wird so gewählt, dass sie der vorherrschenden Atmosphäre im Feuerraum entspricht
Ihre Vorteile
  • Erkennung der Verschmutzungsschwerpunkte im Feuerraum und somit bedarfsorientierte On-load Kesselreinigung
  • Zielgerichtete und auf den tatsächlichen Verschmutzungsgrad abgestimmte Reinigung verhindert thermische Überlastung der Membranwände
  • Geringere Prozessauswirkungen durch optimierte Reinigungssequenzen
  • Automatische Aktivierung der Reinigungsaktionen und somit rechtzeitige Entfernung der Verschmutzungen
  • Optimale Reinigungsergebnisse
SMART Gauge Sensor

Der SMART Gauge Sensor wurde entwickelt, um das Gewicht der Ascheablagerungen innerhalb der Wärmetauscherheizflächen auf Grundlage von Dehnungsmessstreifen direkt zu messen.

Funktionsprinzip
  • SMART Gauge Sensoren sind an den Aufhängerohren außerhalb des Kessels angebracht und messen Gewichtsveränderungen der Ascheablagerungen auf den Wärmetauscherheizflächen mithilfe von Dehnungsmessstreifen
  • Zunehmende Verschmutzung wirkt sich als Gewichtszunahme aus
  • Somit können Verschmutzungsschwerpunkte lokalisiert werden
  • Die Anzahl und Positionierung der Sensoren hängt von der Kesselgeometrie sowie vom Aufbau der Heizflächen und der Anzahl und Position der Kesselreinigungsausrüstung ab
Merkmale
  • Für besondere Anwendungen und Kesselausführungen stehen Sensoren für hohe Temperaturen von bis zu 600 °C zur Verfügung.
  • Wenn eine bestimmte Anzahl an SMART Gauge Sensoren verwendet wird, so wird ein Messgitter entwickelt, um den gesamten Kesselquerschnitt abdecken zu können
Ihre Vorteile
  • Wenn die Verschmutzungssituation an den Wärmetauscherheizflächen gemessen wird, kann eine bedarfsorientierte, ausgewählte und automatische On-load Reinigung aktiviert werden
  • Verhinderung unkontrollierbarer Anbackungen
  • Verbesserte Wärmeabsorption im Konvektionsteil
  • Größere Flexibilität bei der Verwendung unterschiedlicher Brennstoffqualitäten und -zusammensetzungen
  • Geringerer Verbrauch des Reinigungsmediums
  • Geringerer Einfluss auf den Prozess durch zielgerichtete und verringerte Reinigung des Konvektionsteils