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Bhaumik Patel

1. Können Sie uns einen groben Überblick über ihre Karriereschritte bei Clyde Bergemann geben?

Angefangen habe ich 2005 als Ingenieur in der Konstruktion in Wesel (CBW). Dort hatte ich die Aufgabe, die Programmierung des neuen Produktkonfigurators zu leiten, wodurch ich einen wunderbaren Überblick über CBW’s Produktpalette bekam. 2010 wurde ich von Dr. Mueller – damals verantwortlich für die Bereiche F & E und Technologie, heute unser President & CEO – zum Produktmanager für Rußbläser und zugehöriges Equipment ernannt. Drei weitere Jahre später vertraute man mir die Leitung des Produktmanagements an und seit Oktober 2014 verantwortete ich das gesamte Team „Technologie und Vertriebsunterstützung“. Im Rahmen einer Umorganisation entstand dann im Mai 2018 in Wesel das neue „Auftragszentrum“, das ich nun steuere. Generell standen und stehen immer Produkte und Technologien im Mittelpunkt meiner Aufgaben.

2. Das ist wirklich eine kontinuierliche Erfolgsgeschichte! Warum haben Sie ursprünglich Clyde Bergemann als Arbeitgeber gewählt?

Als Maschinenbauingenieur war es immer mein Traum, wenigstens ein paar Jahre in Deutschland, dem Mekka der Ingenieure, zu arbeiten. Nachdem ich meinen Master an der Wayne State University in Detroit (USA) gemacht hatte, habe ich über die Clyde Bergemann Webseite eine Initiativbewerbung abgesetzt, die in Wesel auf Interesse stieß. Nach einigen Telefonaten mit Thorsten Rogmann, dem Personalchef in Deutschland, machte ich mich zu einem dreitägigen Besuch nach Wesel auf und, Sie können es glauben oder nicht, ich landete von der amerikanischen Großstadt Detroit im niederrheinischen Wesel. Das ist jetzt schon eine ganze Weile her ...

3. Was sind heute ihre Kernaufgaben?

Unsere Idee war es, alle Teams, die sich mit Technik und Technologien beschäftigen, in einer Einheit zusammenzufassen. So entstand das „CBW-Auftragszentrum“, in dem Konstruktion, technische Angebote und Einkauf, Projekte und Reklamationsmanagement gebündelt sind, was eine effizientere Bearbeitung unserer Aufträge sicherstellt. Meine Kernaufgabe als Leiter dieses Teams liegt vor allem darin, für eine reibungslose Auftragsabwicklung zu sorgen und die Rentabilität im Blick zu behalten.

4. Was bedeutet "Führen" für Sie?

Ich möchte hier nicht als Guru für Führung auftreten, denn ich habe einen eher einfachen Ansatz, der sich mit der Zeit ändert, erweitert. Führen bedeutet für mich, für meine Leute da zu sein, wenn sie mich brauchen und ihnen bei der Ausführung ihrer Aufgaben zur Seite zu stehen, um so die Unternehmensziele gemeinsam zu erreichen. Ich lerne jeden Tag dazu, wie das am besten gelingen kann.

5. Wie motivieren Sie sich und ihr Team?

Die beste Möglichkeit, sich selbst und die Menschen um einen herum zu motivieren, ist, um es bildlich auszudrücken, „ins Auge des Sturms zu blicken“. Wir sahen uns kürzlich mit ein paar Situationen konfrontiert, aus denen herauszukommen schwierig schien. Die Probleme anzugehen, Lösungswege - wie bei einem Puzzle - zu finden, das motiviert mich. Mit einem guten Team lässt sich einiges lösen! Das Team braucht außerdem Vertrauen und Unterstützung von meiner Seite, um motiviert zu bleiben. Ich glaube fest an meine Mannschaft, weil ich weiß, dass jede/r einzelne nach besten Kräften ihren bzw. seinen Teil beiträgt. Wir bewegen uns manchmal auf unwegsamem Gelände, aber ich bin froh, dies mit einem gut motivierten Team  beschreiten zu können.

6. Was war die schönste, einprägsamste Situation in ihrer Zeit bei Clyde Bergemann?

Ich habe einige gute Erinnerungen in den mehr als zehn vergangenen Jahren sammeln können. Seite an Seite mit den Kollegen im Vertrieb um Auftragserfolge bei Großprojekten zu kämpfen, machte immensen Spaß – und tut es immer noch. Es treibt mich an, technische Anliegen in der Projektabwicklung und der Fertigung zu lösen. Und ich kann mich an jedes einzelne Mal erinnern, wenn wir mit dem gesamten Team etwas unternommen haben, um Dampf abzulassen – ich habe es durch und durch genossen! Etwas Besonderes herauszugreifen ist schwer, aber ich werde nie den Tag vergessen, an dem ich nach Hause ging und meine Beförderung zum Produktmanager Rußbläser & Equipment verkünden konnte.

7. Was tun Sie am liebsten, wenn Sie nicht arbeiten?

Krafttraining mit Hanteln, Gewichtheben – kleiner Scherz! Ich höre gerne Musik bei einem Glas Bier, singe laut mit und schaue meinen Töchtern zu, wie sie aus Hoffnungslosigkeit ihren Kopf schütteln!