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Clean Energy Dragons starten zum ersten Mal bei Drachenbootregatta in Wesel

Are you ready … attention… GO!!!!

Am 26. August fand die 11. Hülskens-Drachenbootregatta auf dem Auesee in Wesel statt. Erstmals stellten sich auch die Clean Energy Dragons, ein Team bestehend aus insgesamt 21 Mitarbeiter/innen der Clyde Bergemann GmbH, dieser Herausforderung.


Ein Drachenboot ist ein 12,5 m langes offenes Boot, welches seine Ursprünge im alten China wiederfindet. Durch eine besondere Bemalung, sowie einen dekorativen Drachenkopf und -schwanz, soll es einen chinesischen Drachen nachbilden. In jedem Boot sitzen 20 Paddler und Paddlerinnen, paarweise auf 10 Bänke verteilt. Auf dem Bug ein Trommler der den Takt der vordersten Reihe an das restliche Boot weitergibt und ein Steuermann auf dem Heck, der das Boot Richtung Ziellinie lenkt.


Aller Anfang ist schwer

Erstmals meldete Clyde Bergemann ein eigenes Team zu der Pfingstregatta in Friedrichsfeld an. Die Idee dazu kam von unserem Mitarbeiter Chris Nigbur, der bereits seit vielen Jahren im Kanu Club Friedrichsfeld tätig ist. Wir starteten mit einem kleineren Team und hatten kaum Vorbereitungszeit.Trotz der Umstände konnte sich das Ergebnis dennoch sehen lassen, denn wir fuhren am Ende im vorderen Drittel mit. Teams, die regelmäßig trainieren, hatten keinen allzu weiten Vorsprung. Das löste natürlich eine gewisse Euphorie und jede Menge neuen Ehrgeiz im Team aus. „Wir wollen weiter machen“ hieß es danach von allen.

Somit war der Grundstein für die Regatta in Wesel gelegt. Die Begeisterung am Drachenbootsport verbreitete sich schnell in der Firma und ein 21 Mann starkes, bunt zusammengewürfeltes Team fand zusammen. Wir absolvierten sechs einstündige Trainingseinheiten auf dem Wesel-Datteln Kanal in Friedrichsfeld. Von dem Team wurde einiges abverlangt. Jeder Einzelne musste die Erfahrung machen, an seine eigenen Grenzen zu stoßen. Jedoch stand der Spaß stets im Vordergrund. Das Teamgefüge wuchs zusammen, was sich auch deutlich während der Zeit im Büro bemerkbar machte, und wir machten von Training zu Training immer größere Fortschritte. Schließlich fühlten wir uns sehr gut vorbereitet für die bevorstehende Regatta.

 

Am Veranstaltungstag trafen wir uns in aller Frühe am Auesee in Wesel, um unser „Team Camp“ einzurichten. Pavillon, Tisch, Bänke, Buffet, Getränke… Alles was man so für einen langen Tag braucht, bevor dann um 9:00 Uhr der Startschuss für die ersten Rennen fiel. Zu absolvieren waren vier Mal die 200 m Distanz. Jeweils vier Boote starteten gleichzeitig auf einer fest markierten Strecke. Die ersten zwei Rennen dienten dazu, die 28 gemeldeten Teams in drei verschiedene Cups einzuteilen. Hierfür wurden die Zeiten dieser Läufe zusammen addiert. Wir fuhren mit zwei für uns sehr guten Zeiten im Helios-Fun Cup. Im Vergleich mit den Zeiten der anderen Teams aus unserem Cup, sahen wir die Chance einen der drei Plätze auf dem Treppchen zu ergattern. Das gab noch einmal zusätzliche Motivation.

Nach einem ausgiebigen Aufwärmtraining, bereiteten wir uns auf unsere nächsten Rennen vor. Wir sammelten unsere Konzentration und versuchten noch mal alles aus uns heraus zu holen. Es funktionierte! In beiden Cup-Rennen passierten wir als erstes die Ziellinie. Erleichterung machte sich breit, wir müssten auf jeden Fall immer noch auf den vorderen Rängen sein. Unser Team war außer sich vor Freude, endlich machte sich das Training bezahlt. Sicher konnten wir uns allerdings noch nicht sein, da die finalen Zeiten erst bei der Siegerehrung bekannt gegeben wurden. Demnach mussten wir uns noch ein wenig gedulden.

 

Highlight Langstrecke


Zwischenzeitlich stand uns aber noch ein weiteres Highlight bevor: Die Langstrecke! Diese Distanz hatten wir zwar einige Male trainiert, jedoch graute es fast allen im Team bereits vor dem Rundkurs über die 775 m.  Keiner konnte sich so richtig vorstellen, wie es in solch einem Rennen abläuft. Das Rennen startete perfekt und wir kamen gut in den Takt. Nach der halben Strecke mussten die Boote wenden. Dort hatten wir ein wenig Pech, denn durch die hohen Kräfte, die während der Wende auf das Steuer wirkten, löste sich dieses und unser Steuermann konnte den Kurs nicht mehr halten. Wir fuhren einen kleinen Schlenker und verloren wertvolle Zeit, die wir nicht mehr gut machen konnten. 
Leicht niedergeschlagen gingen wir dann zur Siegerehrung. Wir wussten, dass wir bei der Langstrecke ein gutes Rennen gefahren waren. Lediglich die Technik versagte. Jedoch hatten wir noch ein Ass im Ärmel, die 200 m Distanz. Dort hatten wir vielversprechende Chancen auf einen Podiumsplatz, daher erwarteten wir gespannt das Ergebnis. Der Regattasprecher rief die Teams in umgekehrter Reihenfolge auf und fing somit mit dem letzten Platz an. Von Platz zu Platz auf dem wir nicht aufgerufen wurden, stiegen die Emotionen.
Endlich war er beim vierten Platz angelangt und es wurde wirklich spannend für uns. Der erste Jubel brach aus, als ein anderes Team genannt wurde. Dann wurde der dritte Platz verkündet und unser Team wurde immer noch nicht aufgerufen! Schließlich folgte der wichtigste Moment des Tages, der Sprecher verkündete den zweiten Platz: Team Störtebecker. Somit war nur noch unser Team übrig! Es gab es kein Halten mehr für uns. Unsere Jubelschreie waren nicht zu überhören und alle Teamkollegen fielen sich in die Arme. Daraufhin bestätigte der Sprecher, das unfassbare: Die Clean Energy Dragons erreichten den ersten Platz des Helios-Fun Cups! Und das mit einem sehr knappen Vorsprung von 0,26 Sekunden auf den Zweitplatzierten. Jedoch schlugen wir damit viele Teams, die seit Jahren wöchentlich trainierten. Wir waren unglaublich stolz.

Obwohl es ein langer und anstrengender Tag war, haben wir uns und den Pokal ehrenwürdig gefeiert. In den folgenden Wochen war die Regatta das Gesprächsthema Nummer Eins. Der Entschluss, dass es nächstes Jahr weiter gehen soll, war für alle Teammitglieder durch den Sieg nur gekräftigt worden. Viele Mitarbeiter haben eine neue Leidenschaft entdeckt. Der Teamgeist ist enorm gewachsen, wodurch die Firma wieder ein Stückchen enger zusammen gewachsen ist. Alles im allen war es ein schönes Event, und wir hoffen das wir nächstes Jahr an diesen Erfolg anknüpfen können.


Bericht: Maik Drost / Chris Nigbur